Let’s Dance: Schlagerstar Patrick Lindner wagt sich ab März aufs Tanzparkett

Patrick Lindner wagt sich ab 14. März bei RTL aufs „Let’s Dance“-Parkett: Neues Hobby, neuer Song: der Schlagerstarr wirbt bei RTL um Zuschauer und Zuhörer.

Kleine Sitzecken, mit buntem Plüsch bezogene Polster, runde Lampenschirmchen vor dunkler Holztäfelung – die Tanzschule Wolfgang Steuer in München ist schon etwas in die Jahre gekommen, steckt aber voller Leben.

Ganz so, wie der angehende Tanz-Star, der sich in diesem charmant altmodischen Ambiente den Fotografen stellt: Patrick Lindner präsentiert sein bestes Schlager-Strahlen, lächelt folgsam nach links, rechts, unten, oben. Nur wenn seine Tanzpartnerin Isabel Edvardsson ihn in eine neue Pose dirigiert, verschwindet das gutgelaunte Lächeln kurzzeitig. Drei Wochen vor der „Let’s Dance“-Premiere am 14. März, 20.15 Uhr, bei RTL sitzt eben noch nicht jede Bewegung perfekt.

„Eine Hebefigur haben wir noch nicht gesehen“, ruft einer der Fotografen, während Lindner und seine blonde Tanzlehrerin vor dem Spiegel posieren. Das ist dann aber doch zu viel verlangt, immerhin ist der Schlagersänger, der ganz leger in grauer Hose und Karohemd zum Training mit Fototermin erscheint, 51 Jahre alt und nicht direkt der athletische Typ. Außerdem hat er erst etwa 20 Stunden mit der Profitänzerin Isabel Edvardsson hinter sich. Die Hebefiguren müssen also noch warten.

Mit den Stunden bei Isabel betritt Patrick Lindner Neuland: Getanzt hat er vorher noch nie, mal abgesehen von ein paar Schritten hier und da für die Bühnenchoreografie. Auch Sport treibt der Sänger nicht regelmäßig. Die Teilnahme in der RTL-Show „Let’s Dance“ stellt ihn also zunächst vor eine körperliche Herausforderung. Immerhin ist die Konkurrenz größtenteils deutlich jünger, Lindner tritt unter anderem gegen die 21-jährige Sängerin Mandy Capristo, die 20-jährige „Germany’s next Topmodel“-Finalistin Rebecca Mir und den „DSDS“-Dritten Ardian Bujupi, ebenfalls jugendliche 20, an. Dafür darf der „Oldie“ es aus sportlicher Sicht etwas langsamer angehen lassen: Er trainiert gerade den langsamen Walzer als Auftakttanz. Zurücklehnen kann er sich natürlich auch dabei nicht.

„Anfangs gibt es immer wieder Momente, wo man sich denkt: Das packst du nie“, gesteht Lindner später im Interview. Es gibt ja auch so viel, woran man denken zu denken hat: „Erst kommt die Beinarbeit, an der man arbeiten muss, dann kommt die Haltung, dann kommt die Armposition. Und irgendwann musst du dann so entspannt sein, dass du dabei auch noch lächelst“, erklärt er den Trainingsaufbau. „Ja, genau, er hat’s wirklich verstanden“, freut sich Tanzpartnerin Isabel Edvardsson.

Jetzt gilt es nur noch, die Theorie in die Praxis umzusetzen. Ein weiter Weg, stellt der Schlagersänger fest, aber man merke nach jeder Tanzstunde eine Veränderung. Das findet auch Profi Isabel. Sie attestiert ihrem Schützling Energie, Lernwillen und Rhythmusgefühl. „Ich kann mir Patrick auch sehr gut als Matador im Paso Doble vorstellen“, meint die Trainerin. Damit es dazu kommt, müssen die beiden aber erst einmal Zuschauer und Jury für sich gewinnen, damit sie in der zweiten Folge wieder mit dabei sind.

Dafür trainieren Promi und Profi zurzeit vier Stunden täglich, in den nächsten Wochen wird das Pensum noch erhöht. Zwischen den Liveshows sind es sogar sechs bis acht Stunden. Lindner nimmt die Herausforderung sportlich. Verletzungsprobleme hat er bisher zum Glück nicht, und wenn mal etwas wehtue, dann müsse man halt die Zähne zusammenbeißen. Außerdem zahlt sich das Tanztraining in jedem Fall aus: „Es bringt mir beruflich auch unheimlich viel, wenn ich mir da etwas aneigne, das für die Bühne eine ganz andere Körperbeherrschung bedeutet“, ist sich der Schlagersänger sicher.

Trotzdem hofft er natürlich, mit seinem Auftritt viele Fernsehzuschauer zu begeistern, die für ihn und Isabel anrufen. Zwei Fans hat er schon sicher: Sein Lebenspartner und sein 14-jähriger Sohn Daniel werden den großen Auftritt natürlich verfolgen. Letzterer sei als regelmäßiger RTL-Zuschauer stolz darauf, seinen Vater in der beliebten Show zu sehen. Das sei mit das Schöne an „Let’s Dance“, findet Lindner: „Es ist eine Show für Alt und Jung.“

Bei so viel positiver Energie und neu erwachter Tanzbegeisterung kann für das Team mit „Pilotin“ Isabel und „Co-Pilot“ Patrick bei der „Let’s Dance“-Rallye eigentlich nichts schiefgehen. Doch trotz aller Bühnenerfahrung ist Lindner ein bisschen nervös: „Vor der ersten Show habe ich jetzt schon Angst, wenn ich dran denke“, gesteht er. Schließlich wartet nach der Performance auch die Beurteilung des gestrengen Joachim Llambi. Am meisten fürchtet der Sänger, unterm Tanzen plötzlich eine ganze Passage zu vergessen. Dann wäre die Situation auch für Isabel nur schwer zu retten – in dieser Hinsicht, erklärt die Profitänzerin, seien die prominenten Frauen zumindest in den Standard-Tänzen im Vorteil – sie können sich führen lassen.

Gegen das Lampenfieber hat Isabel ihrem Promi-Schützling einen Jadeanhänger als Glücksbringer geschenkt. Und einen eigenen Talisman hat er auch noch dabei, aber wie der aussieht, bleibe erst mal noch sein Geheimnis, schmunzelt Lindner. Bis zum 14. März, dann gibt es pünktlich zur „Let’s Dance“-Premiere auch sein neues Lied „Talisman“, einen Popschlager. Die Chancen stehen also nicht schlecht, dass die „Let’s Dance“-Teilnahme für Patrick Lindner ein voller Erfolg wird.

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