GZSZ: Die Karrieren der ehemaligen Stars

Von der Dealerin wider Willen zur Wanderhure – Die Karrieren ehemaliger “GZSZ”-Stars (am 11.5. hat die RTL-Soap 20. Geburtstag, am 23.5. läuft die 5.000. Folge)

20 Jahre, 5.000 Folgen und immer noch ist “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” extrem populär. Das gilt auch für viele ehemalige Stars der RTL-Vorabend-Soap. Was wurde aus Alexandra Neldel und Kollegen?

Und wenn sie nicht gestorben sind … dann sind sie ausgewandert. Mit einer dieser beiden Varianten endet in der Regel ein Auftritt bei “Gute Zeiten, schlechte Zeiten”, wenn ein Schauspieler aussteigt. Für so manchen Ex-Soapie bedeutete das dann auch zeitgleich das Aus der TV-Karriere, bei ein paar anderen aber ging’s dann erst richtig durch die Decke!

Da erwies sich die Zeit bei der erfolgreichsten deutschen Vorabend-Daily (Montag bis Freitag, 19.40 Uhr, RTL) als gute Ausgangsbasis. Oft genug hieß es: gute Zeiten, schlechte Zeiten, bessere Zeiten! Während die “GZSZ”-Gemeinde feiert (am 11.5. hat die Soap 20. Geburtstag, am 23.5. läuft die 5.000. Episode, die Jubiläumswoche wird vom 21. bis 25. Mai gefeiert), fragen wir: Was wurde eigentlich aus Andreas Elsholz, seinen Mitstreitern und Nachfolgern?

Yvonne Catterfeld (2001 – 2005 bei “GZSZ”):

Angesichts der süßen Schülerin Julia Blum musste sogar mancher Lehrer um Fassung ringen. Doch um der Sängerkarriere willen wanderte auch diese “GZSZ”-Figur aus: nach London. “Für dich schiebe ich die Wolken weiter”, hauchte Catterfeld parallel bereits 2003 erfolgreich (Platz eins der Single-Charts!), schaffte es aber später doch, sich vom Image des singenden Ex-Soap-Sternchens zu emanzipieren.

Nach einem unglamourösen Intermezzo als “Sophie – Braut wider Willen” in der gleichnamigen ARD-Telenovela spielte sie zum Beispiel die “Frau des Schläfers” (SAT.1) und das “Das Mädchen auf dem Meeresgrund” (ZDF) zur Primetime. Und: “Die Musik ist und bleibt immer wichtig in meinem Leben. Ich bin von Herzen, von meinem Wesen her, ohnehin Musikerin. Das muss ich mir nicht beweisen, indem ich Alben aufnehme.

Mein ganzes Leben war von der Sehnsucht geprägt, Musik zu machen, eine Sängerin zu sein”, sagte die heute 32-Jährige. “Aber ich bin heute froh und glücklich, dass ich mich künstlerisch auch noch weiter ausdrücken und entwickeln kann.” Für das ZDF konnte Catterfeld nun das gesamte Spektrum ihres Talents unter Beweis stellen: Mit Pasquale Aleardi drehte sie kürzlich die TV-Musikromanze “Nur eine Nacht”.

Peer Kusmagk (2002 – 2003 bei “GZSZ”):

Bei “GZSZ” wurde er als Bräutigam Ben Bachmann auf dem Standesamt stehengelassen – und zog von dannen. Nach einer Karriere als Moderator (“DSDS – das Magazin” bei RTL und “SAT.1 Frühstücksfernsehen”) und Gastronom trat Peer Kusmagk im Januar 2011 bei “Ich bin ein Star, holt mich hier raus!” an.

Die Berufslästerbacken Sonja Zietlow und Dirk Bach sprachen in der RTL-Show gehässig aus, was viele dachten: “Peer wer?” – Am Ende dieser legendären Psychodrama-Staffel des Dschungelcamps war der heute 36-Jährige, der sich dem Gruppenzwang entzog, populärer denn je und wurde zum “Dschungelkönig” gewählt. Danach durfte er wieder ein paar Mal im Fernsehen auftreten (“The Dome”, RTL II). Seit dem 5. Mai hat Kusmagk seine eigene, die “Peer-Kusmagk-Show” – beim Berliner Radiosender 94,3 rs2.

Alexandra Neldel (1996-1999 bei “GZSZ”):

Eine mustergültige Post-Soap-Karriere. Als Katja Wettstein verkaufte sie im Auftrag ihres Vaters an der “GZSZ”-Schule Drogen. Nebenbei machte sie die Männer verrückt, und einem davon folgte sie in Ausland. Im TV hatte Alexandra Neldel dann auch mal was mit Jan Sosniok in “Berlin, Berlin”. Als sie bei SAT.1 als Telenovela-Heldin durchstartete, war sie zunächst nicht wiederzuerkennen: Als liebreizende Brillen-, Zahnspangen- und Fatsuit-Trägerin Lisa Plenske schrieb die heute 36-Jährige mit “Verliebt in Berlin” (die Stadt ließ sie nicht los!) ein bisschen TV-Geschichte.

Danach bekam sie vom Sender Primetime-Hauptrollen: in der Thriller-Reihe “Unschuldig” und zuletzt als “Wanderhure” in zwei mega-erfolgreichen Bestseller-Verfilmungen. SAT.1 weiß: Neldel sells! Die Hauptdarstellerin fühlt sich schon ziemlich privilegiert: “Ich konnte für Teil zwei ein knappes halbes Jahr vor Drehbeginn mit dem Kampf- und Reittraining anfangen.

Das sind traumhafte Bedingungen, die zu tollen Lebenserfahrungen führen”, freute sie sich. “Es ist fast so, als würde man in Hollywood arbeiten.” Ja – fast. Inzwischen wird natürlich Teil drei gedreht. Außerdem mischt das ehemalige Seifenopern-Sternchen aktuell auch auf der großen Leinwand mit: Am 30.8. kommt der luxemburgisch-deutsche Abenteuerfilm “Die Schatzritter” ins Kino, ab 27. September ist Alexandra Neldel als weibliche Hauptfigur in der romantischen Komödie “Unter Frauen” zu sehen Kino (mit Sebastian Ströbel).

Jeanette Biedermann (1999 – 2004 bei “GZSZ”):

Ein Ex-Soap-Star mit Bundesverdienstkreuz! Das erhielt die heute 32-Jährige aber nicht für ihr Showtalent, sondern weil sie – wie übrigens viele andere (Ex-)Soapies auch – ihre Popularität auch in den Dienst einer guten Sache stellt: als Botschafterin des Deutschen Roten Kreuzes. Die Serienfigur Marie Balzer ging nach zahlreichen Schicksalsschlägen ausnahmsweise nicht ins Ausland, sondern erwog den Eintritt in ein Kloster. Jeanette Biedermann lebte das Gegenteil von stiller Einkehr aus und machte Karriere als Rockröhre in heißen Outfits.

Bereits während ihrer “GZSZ”-Zeit rockte sie eine ganze Weile die Nation (Top-Ten-Platzierungen in den Album-Charts 2002 und 2003). Auch sie war als Hauptdarstellerin einer SAT.1-Telenovela – “Anna und die Liebe” – so populär, dass sie nach ihrem Ausstieg noch einmal eine Zugabe einlegen musste, um die eingebrochenen Quoten wieder nach oben zu reißen. Hauptabend-Auftritte als sexy Titelheldin in TV-Produktionen wie “Die Treuetesterin” und “Callgirl Undercover” (beide SAT.1) folgten.

Singen tut die Power-Blondine natürlich auch noch, aber: “Es wird keine Solo-Platte mehr von mir geben. Ich mache etwas ganz anderes”, sagte sie im SAT.1-Interview. “Es war an der Zeit, mich selbst mal wieder zu überraschen, aber vor allen Dingen auch die Leute. Ich habe sozusagen eine Band gegründet und mache ganz andere Musik.” Ewig heißt die Formation. Aktuell ist Jeanette Biedermann obendrein mit Hochzeitsvorbereitungen beschäftigt: Sie ist mit Gitarrist Jörg Weisselberg verlobt.

Jan Sosniok (1994-1996 bei “GZSZ”):

In den ersten Jahren der Serie fiel es vielen weiblichen Fans schwer, sich zwischen Andreas Elsholz und ihm zu entscheiden … Ein ähnliches Problem hatte Sosniok als Tom Lehmann selbst in der Soap: Will ich die Braut oder doch deren beste Freundin?! Er brannte mit Letzterer nach Spanien durch. Jan Sosniok blieb nach seinem Ausstieg gut in der Serienlandschaft beschäftigt, ist unvergessen als Lolles Cousin und Love Interest Sven in der ARD-Erfolgsserie “Berlin, Berlin!” – Aktuell macht er Annette Frier als “Danni Lowinski” (SAT.1) in der Rolle ihres Anwaltskollegen Oliver Schmidt wuschig.

Dafür gab’s sogar den Deutschen Fernsehpreis und den Deutschen Comedypreis. Im Sommer wird die vierte Staffel gedreht. Allerdings hat der Teenie-Schwarm von einst nun mit 44 Jahren auch jenen Grad der Gesetztheit erreicht, der ihn zur Besetzung in ARD-Freitags- und ZDF-Sonntags-Schnulzen befähigt. Sosniok freut sich, wenn er auch mal den Fiesling spielen darf, wie zum Beispiel den Titelhelden in der ARD-Komödie “Heiratsschwindler küsst man nicht” (Fr., 1.6., 20.15 Uhr, ARD).

Oliver Petszokat aka Oli P. (1998-1999 bei “GZSZ”):

Ricky Marquart war ein Gauner, Darsteller Oli P. (wie sich Oliver Petszokat damals noch nannte) ein Mädchenschwarm. Mit seinem Grönemeyer-Cover “Flugzeuge im Bauch” eroberte er nebenbei die internationalen Charts. Nachdem sein Seriencharakter wenig spektakulär nach Stuttgart abgewandert war, hat Oliver Petszokat auf dem Bildschirm immer noch mal gute Zeiten, mal schlechte Zeiten.

Wenn ein Sender ihn ruft, ist er zu Diensten, so der Eindruck. Er moderiert alles weg, egal ob Containershow (“Big Brother”, RTL II), Quiz (“5 gegen 5″, RTL II) oder Castingformat (“Popstars”, ProSieben). Beim “Promi-Pilgern” (ProSieben) war er ebenso am Start wie beim Promi-Tätowieren (“Tattoo Attack – Stars stechen zu”, RTL II). Bei “Stars auf Eis” (ProSieben) hat der ehemalige Turniertänzer immerhin gewonnen!

Zuletzt suchte der 33-Jährige bei kabel eins “Deutschlands beste Partyband”. Dem Format war leider ebenso wenig Zuschauererfolg beschieden wie der SAT.1-Daily “Hand aufs Herz”, in der Petszokat als Hauptdarsteller mitwirkte. Inzwischen hat der Hansdampf auf allen Kanälen außerdem im berühmt-berüchtigten “Oberbayern” am Ballermann auf Mallorca debütiert. Gut oder schlecht? Egal, Hauptsache dabei! Und das wird sicher nicht das Letzte gewesen sein, was von Petszokat zu hören und zu sehen war.

Andreas Elsholz (1992-1996 bei “GZSZ”) und Denise Zich (1995 – 1996 bei “GZSZ”):

Er war der Soap-Star der ersten Stunde, “Bravo”-Titelheld, Sänger und Schwarm der Ur-“GZSZ”-Fans: 1996 machte Heiko Richter einen spektakulären Abgang, indem er seinen eigenen Tod vortäuschte. Doch irgendwie wurde Andreas Elsholz die Rolle nie ganz los. “Die Leute kannten mich, die Kids sind abgefahren. Aber in der Filmbranche mußte ich bei Null beginnen”, sagte er später.

“Wenn andere bei Castings 100 Prozent geben mussten, mussten es bei mir 200 sein.” So tat sich der heute 40-jährige Schauspieler dann auch ein wenig schwer im Fernsehen (“Dr. Stefan Frank – Der Arzt, dem dem die Frauen vertrauen”, RTL) und war zuletzt in einer “Rosamunde Pilcher”-Verfilmung im ZDF sowie einem “GZSZ”-Special beim vox-“Promi Dinner” zu sehen.

Im Theater aber stand er bis vor kurzem in einer “Harry und Sally”-Adaption auf der Bühne. Dafür verdankt Elsholz der Soap aber nicht nur seine Berühmtheit, sondern auch sein Ehe- und Familienglück mit Ex-Co-Star Denise Zich (alias Daniela Zöllner, Mitglied der Band Just Friends) und dem gemeinsamen Sohn.

Die Schauspielerin (36) wiederum wurde 2001 mit dem österreichischen Fernsehpreis “Romy” als Shootingstar ausgezeichnet und war im Kinofilm “Schwere Jungs” (2007) zu sehen. Inzwischen ist sie vor allem mit TV-Romanzen so gut beschäftigt, dass sie ihre Serienrolle bei “In aller Freundschaft” (ARD) nach 37 Folgen wieder aufgab, um mehr Zeit für andere Projekte zu haben!

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