DSDS 2012: Betty Bambi nur für die Quote gut?

Die Gerüchte wollen nur schwer verstummen, dass spezielle „DSDS“-Kandidaten nur dazu da sind, für gute Einschaltquoten zu sorgen. Auch bei der glamourösen Betty Bambi könnte diese Vermutung zutreffen. Sie spaltet die Nation und sorgt für Gesprächsstoff.

Betty Bambi ist bei DSDS 2012 die schillerndste Figur. Ihre Befürworter finden den Weg, den sie vor allem bei „Deutschland sucht den Superstar“ geht, total „cool“, andere fühlen sich durch ihr Auftreten eher provoziert. Schon jetzt ist Betty Bambi eine echte Marke. Betty ist transsexuell und heißt eigentlich Jan Herold. Sie hat schon als Callboy gearbeitet und Sexfilme gedreht.

Doch nun will sie wohl in ein anderes Leben – und „DSDS 2012“ soll ihr dabei helfen, als Sängerin durchzustarten. Der erste Auftritt im Casting war eher bescheiden. Juror Bruce Darnell hätte sich mehr Power und Präsenz gewünscht. Bettys zartes Stimmchen wollte diesem Anspruch jedoch nicht entsprechen.

Trotzdem bekam Betty eine Chance bei „DSDS 2012“, schaffte es sogar in den Recall auf die Malediven. Mit Ann Christin und Anna sollte sie dort den Song „Pata Pata“ performen. Doch das wollte nicht so richtig klappen. Das lag wohl daran, dass der Song in einer relativ hohen Tonlage liegt – für Betty noch ziemlich männliche, tiefe Stimme ein schwieriges Unterfangen. Bruce Darnell befand, dass in dieser Gruppe nur Ann Christin wirklich überzeugen konnte.

Dieter Bohlen brachte es auf den Punkt: „Du kommst als früherer Mann oben an deine Grenzen“. „DSDS 2012“-Jurorin Natalie Horler war der gleichen Meinung. Aber das muss ja bekanntlich nichts heißen. Trotz schwächerer Stimme sind schon einige Kandidaten bei „DSDS“ recht weit gekommen.

Daniel Küblböck ist ein gutes Beispiel. Betty Bambi wird sicherlich kein Superstar, aber sie hat Glamour und ist sehr speziell. Und solche Kandidaten stehen bei „DSDS“ ebenfalls hoch im Kurs. Mal abwarten, ob Betty Bambi ihren Platz auf den Malediven behaupten kann.

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