ARD: „Das Herbstfest der Abenteuer“ mit Florian Silbereisen

In Florian Silbereisens Herbst-Schunkelshow kehrt die norwegische Schlagersängerin Wencke Myhre, die an Krebs erkrankt war, wieder auf die Bühne zurück.

Bei Florian Silbereisen wirkt jeder Fernsehauftritt wie ein Lausbuben-Abenteuer – egal, ob er mit dem Motorrad zum Skisprung ansetzt oder wieder wild ebenso Wildfremde abbusselt. Seinen jugendlichen Elan, der ihn vor allem für die etwas reiferen Schunkelshow-Fans so unwiderstehlich macht, hat der mittlerweile 30-Jährige zu seinem Markenzeichen gemacht.

Für sein „Herbstfest der Abenteuer“, eine „überraschende Show“, wie der zuständige Sender MDR ernsthaft versichert, stürzt sich der nimmermüde Flori wieder mitten rein ins Vergnügen. Doch wenigstens für kurze Momente dürfte es in der Chemnitz Arena auch ein wenig ruhig und besinnlich werden: Kurz bevor die norwegische Sängerin Wencke Myhre zum ersten Mal nach langer Abwesenheit wieder die Bühne betritt.

Als die 64-jährige Schlagersängerin aus Norwegen im August vergangenen Jahres eingestand, dass sie an Brustkrebs erkrankt ist, saß der Schock bei ihrer Fangemeinde tief. Mittlerweile scheint die Krankheit überwunden – und Wencke Myhre geht sogar wieder auf Tour. Ihr Deutschland-Comeback möchte sie unbedingt in Florian Silbereisens Sendung feiern. „Ich freue mich so, endlich wieder auf der Bühne zu stehen“, sagte sie gegenüber Journalisten. „Das habe ich so gebraucht.“

Doch der bewegende Moment, wenn Wencke wieder die Show-Bühne betritt, dürfte sicherlich nicht der einzige Höhepunkt in der von ARD und ORF koproduzierten Sendung aus Chemnitz werden. Immerhin hat sich Silbereisen mit den Kastelruther Spatzen, Semino Rossi, Helene Fischer und dem Mallorca-Entertainer Jürgen Drews Gäste eingeladen, die die Halle zum Toben bringen können. Ein echtes Abenteuer – eines mit hohem Risiko-Einsatz und unkalkulierbarem Ausgang – sieht allerdings anders aus. Aber natürlich darf man gespannt sein, welche Überraschung sich „der Flori“ noch so ausgedacht hat. Immerhin hatte er in seiner Sendung „Winterfest der Volksmusik“ den neuen Rekord im Massenküssen aufgestellt.

In der Unterhaltungsabteilung des MDR spielen sich derzeit die aufregendsten Szenen ohnehin hinter den Kulissen ab: Der selbst ernannte „König der Volksmusik“, der langjährige MDR-Unterhaltungschef Udo Foth, der auch als ein Silbereisen-Förderer galt, wurde Anfang September geschasst. Offenbar hat er private und berufliche Geschäfte zu sehr vermischt und stolperte über ein eigenwilliges Geflecht von Darlehenszahlungen.

Die wenig erbauliche Show um die Aufarbeitung der jüngsten MDR-Skandale hat sich mittlerweile eine andere Bühne gesucht: die Gerichte.

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